Erweiterungsoptionen 

Erweiterungsmöglichkeiten von Stuttgart 21

Ist Stuttgart 21 unterdimensioniert?

Ganz klar Nein! Bei der Planung von Stuttgart 21 ging man bereits von einer massiven Zunahme des Bahnhverkehrs im Großraum Stuttgart aus. Tortzdem sprach Schlichter Heiner Geisler in seinem Schlichterspruch über eine

„knappe Dimensionierung des Tiefbahnhofs mit nur 8 Gleisen im Hinblick auf die prognostizierte und gewünschte Zunahme des Personenverkehrs“

und verpflichtete die Bahn deswegen zur Durchführung eines Stresstests. Sie musste dabei den Nachweis führen, daß ein Fahrplan mit 30 Prozent Leistungszuwachs in der Spitzenstunde mit guter Betriebsqualität möglich ist. Am 29.07.2011 war dann klar, dass Stuttgart 21 den Stresstest mit Bravour bestanden hat. Die Planer von Stuttgart 21 dürfte dieses Ergebnis nicht überrascht haben, sie hatten offensichtlich gute Arbeit geleistet.

Warum Erweiterungsoptionen? (oder: Verkehr der Zukunft)

Der in der Schlichtung geforderte und mit dem Stresstest erbrachte Nachweis, dass im neuen Stuttgarter Hauptbahnhof zur Spitzenstunde 30 Prozent mehr Fern- und Regionalzüge als heute ankommen können, liegt deutlich über dem zur Inbetriebnahme erwarteten Verkehrsaufkommen.

S21 Erweiterungsoptionen Quelle:www.http://bahnprojekt-stuttgart-ulm.de
Erweiterungsoptionen von Stuttgart 21
Quelle: bahnprojekt-stuttgart-ulm.de

Für den Fall, dass die Verkehrsnachfrage in ferner Zukunft noch deutlich über das hohe Stresstest-Niveau hinausgeht, sind in der Planung von Stuttgart 21 bereits langfristige Ausbauoptionen berücksichtigt. Davon profitieren sowohl der Fern- und Regional- als auch der S-Bahn-Verkehr:
So werden beim Bau der neuen Fern- und S-Bahn-Tunnel von Bad Cannstatt insgesamt vier unterirdische Abzweigbauwerke gleich eingebaut, an die später die neuen Strecken ohne längere Betriebsunterbrechungen angebunden werden können. Darüber hinaus liegen die vier aus Bad Cannstatt kommenden neuen Tunnelröhren in diesen Abschnitten auf unterschiedlichen Tiefenniveaus, damit in verschiedenen Richtungen fahrende Züge ohne Behinderungen über- und untereinander hinweg geführt werden können.

Die Optionen im Detail

P-Option
Mit der „P-Option“ wird der zukünftig am stärksten belastete Zulauf gestärkt, indem ein 3. und 4. Gleis aus Richtung Feuerbach/Zuffenhausen in den Tunnel Bad Cannstatt – dem zukünftig am wenigsten belasteten Zulauf – eingefädelt wird. In diesem Zusammenhang würde die im Rahmen von Stuttgart 21 nicht mehr benötigte Fernbahn-Röhre des Pragtunnels reaktiviert und ausgebaut.

T-Spange
Mit der „T-Spange“ wird eine direkte S-Bahn-Querverbindung zwischen Bad Cannstatt und Feuerbach geschaffen. Die neue StrecErweiterungsmöglichkeiten von Stuttgart 21ke fädelt zwischen Pragtunnel und Nordbahnhof aus der S-Bahn-Bestandsstrecke aus, unterfährt den südlichen Rand des Rosensteinparks und fädelt vor der neuen Eisenbahnbrücke über den Neckar in die neue, vom Bahnhof Mittnachtstraße kommende, S-Bahn-Strecke ein. Am Nordbahnhof ist dazu ein neuer unterirdischer Bahnsteig vorgesehen.

Nordkreuz
Mit der Option „Nordkreuz“ baut auf der T-Spange auf und schafft mit der Gäubahn eine zweite Nord-Süd-Achse im Stuttgarter S-Bahn-Netz. Mehrere Haltestellen an der Gäubahn erschließen nicht nur die östlichen Stuttgarter Stadtteile, sondern stellen auch vielfältige Verknüpfungen zu Bus und Stadtbahn her. Die Gäubahn wird dabei sowohl an die bestehende S-Bahn-Strecke Richtung Feuerbach als auch Richtung Bad Cannstatt angeschlossen.

Aus Sicht der „IG Bürger“ sind alle drei Optionen sinnvoll, weil sie im Störfall insbesondere auch für das S-Bahn-Netz weitere dringend benötigte Ausweichstrecken ermöglichen. Wenn reguläre Nahverkehrsverbindungen zusätzlich geschaffen werden, dann dient dies der dringend erforderlichen Kapazitätserweiterung des S-Bahn-Netzes.

Autor: Thomas Eschle unter Verwendung von Material von Bahnprojekt-Stuttgart-Ulm.de

 

 

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