Geschichte der IG Bürger und der Stuttgart 21 Befürworter

Geschichte der IG Bürger und der Stuttgart 21 Befürworter

 

Im Jahr 2010 begannen die Bauarbeiten für Stuttgart 21. Gleichzeitig entwickelte sich eine starke Protestbewegung gegen Stuttgart 21. Diese Protestbewegung wurde unterstützt durch die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ und die Partei „Die Linke“ sowie von einer Minderheit der SPD. Diese Protestbewegung brachte zweitweise zehntausende Bürger auf die Strasse.

Die Mehrheit der SPD in Baden-Württemberg sowie die CDU und die FDP sprachen sich stets für das Projekt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm aus. Bereits der Finanzierungsvertrag von Stuttgart 21 aus dem Jahr 2009 wurde geschlossen von den Fraktionen der CDU, SPD und FDP auf Bundesebene, Landesebene, dem Regionalverband Stuttgart und dem Stuttgarter Gemeinderat unterstützt.  Als die oben genannte Protestbewegung gegen Stuttgart 21 immer stärker wurde und es zeitweise sogar Umfragen gab, wonach eine Mehrheit der Bürger in Baden-Württemberg gegen Stuttgart 21 sei, bildete sich langsam im Jahr 2010 eine öffentliche Gegenbewegung für Stuttgart 21. Insbesondere in Facebook traten zunehmend Stuttgart 21 Befürworter öffentlich in Erscheinung. Die Facebookseite „FÜR Stuttgart 21“ mit bis zu 170.000 Unterstützern entstand.

Einen „Lauf für Stuttgart 21“ haben im September 2010 die Cannstatter Bürger Christian List und Steffen Kauderer gegründet. Ihre Initiative nanne sich „Laufen für Stuttgart- Stuttgart 21 macht Sinn“. Von September 2010 bis ins Jahr 2011 wurde jede Woche ein „Lauf“ organisiert. Im unteren Schloßgarten trafen sich Donnerstags Jogger(Läufer), sowie Radfahrer am Leuzebrunnen und setzten sich Richtung Staatstheater in Bewegung. Dort  angekommen hielt der Stuttgarter Pfarrer Johannes Bräuchle von „Prosit 21“ eine kurzweilige Kundgebung ab. Nun kamen dort auch Fußgänger hinzu. Gemeinsam ging es zum Stuttgarter Marktplatz. Dort fand dann mit bis zu 500o Teilnehmer die Hauptkundgebungen statt, welche auch von den ebenso im September 2010 gegründeten „IG Bürger für Stuttgart 21“ mitorganisiert wurden. Die Tradition des „Laufen für Stuttgart21“ wurde dann im Rahmen eines kleineren Lauftreffs am Leuzebrunnen fortgesetzt, und von der Sportgruppe der „IG Bürger für Baden-Württtemberg e.V.“ betreut.

2011 wurde nach der Landtagswahl eine neue Landesregierung aus der Partei „Bündnis 90/Die GRÜNEN“ und der SPD unter Ministerpräsident Kretschmann gebildet. Die „Grünen“ lehnten Stuttgart 21 ab, die SPD Landtagsfraktion war für Stuttgart 21. Die in der Frage Stuttgart 21 zerstrittene damalige grünrote Landesregierung einigte sich dann zur Konfliktlösung auf eine Volksabstimmung. Die Frage lautete „Soll die Landesregierung aus der Finanzierung von Stuttgart 21 aussteigen?“

 Im Wahlkampf um Stuttgart 21 kämpften die IG Bürger an Seite von CDU, SPD, FDP, Freien Wählern und weiteren Initiativen wie „Pro Stuttgart 21“ für Stuttgart 21. Am 27.11.2011 haben dann bei der  Volksabstimmung 58,8 % im ganzen Land für Stuttgart 21 gestimmt und das Kündigungsgesetz der grünroten Landesregierung abgelehnt. Somit scheiterte beim Wahlvolk der Ausstieg aus Stuttgart 21.

Nach der erfolgreichen Volksabstimmung blieben aus der Stuttgart 21-Befürworterbewegung als organisierte Bürgergruppe die „IG Bürger für Baden-Württemberg e.V.“ übrig. Zunehmend beschäftigten sich die „IG Bürger“ nicht nur mit der Dokumentation des Baufortschritts von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm durch den Youtubekanal „S21BauTV“, sondern auch mit der konkreten Ausgestaltung der freien Flächen in Stuttgart, welche durch den tiefer gelegten neuen Hauptbahnhof und der unterirdischen Gleistrecken gewonnen werden. Hierzu gibt es eine Veranstaltungsreihe, welche ihr bei YouTube findet: https://www.youtube.com/playlist?list=PLUdeM_tuWjAp3iMFjBWUC-p_JWnLBxz-P

 

 

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