Ausblick / Termine

Während Stuttgart 2011 noch gespalten war, im Streit ob das Bahnprojekt Stuttgart 21 weitergebaut werden soll, ist man fünf Jahre später einen großen Schritt weiter: Mit der Grundsteinlegung für den neuen Tiefbahnhof sowie dem ersten Tunneldurchbruch im Stadtgebiet hat das Projekt zwei wichtige Meilensteine geschafft. Doch während der Bau von Stuttgart 21 vorankommt, wird die Frage nach der Gestaltung der freiwerdenden Bahnflächen immer dringender. Mit der informellen Bürgerbeteiligung „Rosenstein“ hat die Stadt Stuttgart 2016 schon mal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Als mitgliederstärksten Verein der Projektbefürworter, sehen wir es als unsere Pflicht, jetzt in unserem Engagement nicht nachzulassen: Dank der Hilfe externer Experten, wie dem renommierten Stadtplaner Uwe Stuckenbrock, konnten wir uns in die Grundlagen des Städtebaus einarbeiten und bei der informellen Bürgerbeteiligung umfassend einbringen.

Der Bau eines neuen Stadtteils auf den freiwerdenden Gleisflächen ist für die Stadt Stuttgart eine Jahrhundertchance. Sie zu verpassen ist unverzeihlich. Deswegen lehnen wir als Projektbefürworter jegliches Umstiegs- oder Alternativkonzepte ab. Die Stadt Stuttgart muss nun fokussiert und in nächster Zukunft weitreichende Entscheidungen zur Gestaltung des Rosenstein-Areals treffen. Schon dieses Jahr beginnt die Bahn mit der Planung des Rückbaus des Gleisvorfeldes. Doch das Gelände unter dem Gleisvorfeld ist eine künstlich geschaffene Topographie, die sich nicht für die spätere Bebauung eignet. Deswegen muss die Stadt Stuttgart schon bald entscheiden, welche Topographie das neue Stadtviertel haben soll – nur so lassen sich Synergieeffekte mit dem Rückbau des Gleisvorfelds nutzen.

Doch während die zeitliche Umsetzung der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung noch völlig offen ist, stehen beim Thema Stadtentwicklung schon bald noch weitere wichtige Entscheidungen an. Zum Beispiel die Gestaltung des Umfeld des neuen Bahnhofs, dem als wichtigste Schnittstelle zwischen Stadt und Rosensteinquartier eine wichtige Bedeutung zukommt. Auch hier drängt die Zeit: das sog. A3-Areal (nördliches Bahnhofsgebäude) kann ab 2023 schon bebaut werden.

Tatsächlich handelt es sich hier um große Schritte, die auch mit Bedacht gemacht werden müssen. Vor allem dürfen bei diesen Entscheidungen die Bürger nicht vergessen werden.

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung wäre eine umfassende Information der Bürger zu den anstehenden Fragestellungen. Getreu Konrad Adenauers Zitat „Größere wären mir lieber, aber kleine Schritte sind besser als keine Schritte“ wollen wir jedem interessierten Bürger die Möglichkeit geben, sich zu informieren. Dazu organisieren wir zusammen mit unseren Experten eine Veranstaltungsreihe. Unter dem Titel „das kleine 1×1 der Stadtplanung“ wollen wir erörtern, wie auf dem Rosenstein-Areal ein lebendiges, alltagstaugliches Quartier entstehen kann. Zu diesen Veranstaltungen laden wir Sie sehr herzlich ein! 

Die bisherigen Veranstaltungen wurden auf YouTube dokumentiert. Hier ist der Link zu YouTube: https://www.youtube.com/playlist?list=PLUdeM_tuWjAp3iMFjBWUC-p_JWnLBxz-P