Rosenstein – die Vision

Stuttgart war schon vor über 100 Jahren Vorreiter für innovatives Bauen: 1927 wurde vom Deutschen Werkbund die Ausstellung „Die Wohnung“ initiiert. Sie war nicht nur eine Hallenausstellung: Neben Firmenständen in der Gewerbehalle, einer Internationalen Plan- und Modell-Ausstellung Neuer Baukunst in den Städtischen Ausstellungshallen, entstanden auch Siedlungsbauten auf dem Weißenhofgelände. Vertretern des Neuen Bauens errichteten, teilweise unter Verwendung experimenteller Materialien, die sogenannte Weißenhofsiedlung.
Seit 2016 gehören zwei Häuser der Weißenhofsiedlung, als Teil des architektonischen Werks von Le Corbusier, zum UNESCO Weltkulturerebe.
Anlässlich der Verkündung der UNESCO-Entscheidung, würdigte Oberbürgermeister Fritz Kuhn die nahe Weissenhofsiedlung, als auch nach fast 100 Jahren noch vorbildhaft:

„Le Corbusiers Impuls, günstige Wohnungen mit innovativen Grundrissen und neuen Materialien zu bauen, ist noch immer wegweisend und muss daher Ansporn für unsere Architekten und Stadtplaner sein.“

Genau wie die Weisenhofsiedlung soll auch das neue Rosenstein-Quartier ein Vorbild für eine Stadt sein, in der Leben, Wohnen, Arbeiten, Kultur, Freizeit sowie Erholung in gut durchdachter und zukunftsgerichteter Bauweise verwirklicht werden.
Die Planungen für den Rückbau der bisherigen Gleiswüste direkt hinter dem Hauptbahnhof werden bereits in 2017 starten, damit gleich nach der Fertigstellung des Bahnprojektes Stuttgart 21 mit der Räumung der Gleisanlagen begonnen werden kann. Für die Stadt Stuttgart, welche das Gelände mit Ausnahme der Fläche der Deutschen Post AG (auf der noch das ehemalige Paketzentrum steht) erworben hat, bietet sich hierbei die einmalige Chance rund 85 Hektar Land in zentraler Innenstadt-Lage unter urbanen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten zu entwickeln und zu nutzen.