Heidelberg ein Vorbild für Stuttgart?

PRESSEMITTEILUNG
Heidelberg ein Vorbild für Stuttgart?
Erstes offenes Format im Forum Rosenstein – städtebauliche Exkursion nach Heidelberg unter Leitung der IG Bürger für Baden Württemberg e.V.

Während Stuttgart noch vor der Herausforderung steht, die freiwerdenden Bahnflächen zu gestalten, sind andere Städte schon weiter: Heidelberg verwandelt derzeit sein Güterbahnhofsareal in einen neuen Stadtteil. Doch wie gut ist das gelungen, und kann Heidelberg hier Vorbild für Stuttgart sein? Um diese Fragen näher zu untersuchen, organsierte die IG Bürger für Baden-Württemberg e.V. (IG Bürger), im Rahmen der informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein, eine städtebauliche Exkursion nach Heidelberg in Form eines sog. „offenen Formates“.

Offene Formate sollen es jedem Bürger ermöglichen, seine Gedanken zur Zukunft des Rosenstein-Viertel einzubringen. Somit soll eine Vielfalt an Ideen aus der Mitte der Stadtgesellschaft gesammelt werden.
Dem „offenen Format“ der IG Bürger, das erste seiner Art, schlossen sich über 20 Teilnehmer an. Unter ihnen waren unter anderem Uwe Stuckenbrock, der bis zu seiner Pensionierung das Stadtplanungsamt Mitte leitete. Nach einer zweistündigen sachkundigen Führung durch die Bahnstadt, so wie mehreren Gesprächen mit Anwohnern, zogen die Teilnehmer ein erstes Resümee: die Bahnstadt ist dank abwechslungsreicher Architektur, Grünflächen und guter Verkehrsanbindung prinzipiell gelungen, dass man Heidelberg allerdings nur schwer mit Stuttgart vergleichen kann.

Heidelberg ist geprägt durch seinen großen Uni-Campus, Forschung und Labore. Dies spiegelt sich auch in der Bahnstadt wieder. Dort legt man viel Wert auf die Integration von Einrichtungen für Wissenschaft und Forschung. Daraus, aber auch durch Mitarbeiter namhafter Firmen wie zum Beispiel SAP, resultiert eine soziale Mischung die sich hauptsächlich aus Besserverdienenden zusammensetzt. Nur dank finanzieller Förderung der Stadt, die allerdings zeitlich begrenzt ist, können sich auch junge Familien eine Wohnung in der Bahnstadt leisten. Nach dem planmäßigen Ende der städtischen Förderungen droht allerdings eine Verschiebung der sozialen Mischung, womöglich bis hin zu einem „Reichenviertel“.
Ökologisch interessant ist eine grundsätzliche Vorgabe von ‎Passivhausbauweise – auch für sozialen Wohnungsbau. Fraglich bleibt jedoch, ob man dies auch in Stuttgart durchsetzen könnte.
Deswegen plant die IG Bürger weitere städtebauliche Exkursionen und in Zusammenarbeit mit Uwe Stuckenbrock eine Vortragsreihe. Hierbei wird Herr Stuckenbrock das „Kleine 1×1 der Stadtplanung“ am Beispiel der schon bestehenden städtebaulichen Entwürfe vermitteln. Ziel ist es, aufzuzeigen welche Ideen ihre Aktualität nicht verloren haben und auch noch künftig interessant sind.
Weitere Informationen finden Sie unter www.igbuerger.de

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.