Zukunftsquartier Rosenstein – bereits im Verzug

Alle reden von der Wohnungsnot in Stuttgart. Doch bevor das Kapitel „Zukunfsquartier Rosenstein“  überhaupt begonnen hat, ist es schon in Verzug. Die Deutsche Bahn wird ab 2023 das bisherige Gleisvorfeld räumen. Von 2017 betrachtet sind dies nur 6 Jahre. Das ist nicht viel Vorbereitungszeit für ein neues Stadtquartier. Es gibt zwar viele Jahre alte Verträge, wie die Bahn das Gleisvorfeld an die Bahn übergeben soll. Doch diese könnten an die aktuellen Nutzungswünsche der Stadt Stuttgart angepasst werden. Dies setzt aber voraus, dass die Stadt Stuttgart weiß, was sie will. Doch die Stadt Stuttgart weiß dies eben nicht. Wenn es so weiter geht- die Stadt tut nichts, dann bekommt sie von der Bahn eine Topographie übergeben, welche wieder völlig verändert werden muss. Notwendig vorgeschriebene Umweltprüfungen könnten Stadt und Bahn gemeinsam machen- wenn die Stadt Stuttgart den Willen dazu hätte. Hat sie aber nicht. Diese Verzögerungen verspäten nicht nur den dringend benötigten Wohnungsbau, sondern kosten die in Stuttgart lebenden Steuerzahler auch eine Menge zusätzliches, völlig unnötiges Steuergeld. Verantwortlich für die Steuerverschwendung und den verzögerten Wohnungsbau ist ausschließlich die Spitze der Rathausverwaltung, der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) und sein Baubürgermeister Peter Pätzold (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Wenigstens haben die Stuttgart 21 Befürworterfraktionen im Gemeinderat CDU, SPD, Freie Wähler sowie die FDP immer wieder Anträge zur Beschleunigung der Entwicklung des Rosensteinquartiers im Gemeinderat erfolgreich eingebracht und verabschiedet. Dennoch schafft es der grüne OB und sein Parteifreund Baubürgermeister immer wieder die Umsetzung zu verzögern. Eigentlich Schade für Stuttgart.

 Text: Thomas Eschle, August 2017

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